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Ein großes Stück näher gerückt ist der Aufstieg in die ProB für die Regionalliga-Basketballer der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB am letzten Wochenende. Den Grundstein legten die Oldenburger durch einen souveränen 90:64 (46:42)-Erfolg gegen ASC 46 Göttingen am Samstag selbst.
Die Stimmung stieg noch auf der Heimfahrt weiter nach oben, als klar wurde, dass Verfolger Itzehoe zuhause gegen Magdeburg verloren hatte. Perfekt wurde das Wochenende dann am Sonntag durch die völlig überraschende Niederlage von Stade in Rostock. Damit hat die Baskets Akademie jetzt drei Siege Vorsprung auf die Verfolger aus Stade und Itzehoe. „Die Saison ist noch lang und man muss von Spiel zu Spiel denken. Entschieden ist der Aufstieg noch nicht. Es reicht, dass ein Leistungsträger ausfällt oder man in eine kleine Formkrise gerät und dann ist alles wieder offen“, warnt Headcoach Mladen Drijencic vor verfrühter Freude.
Wie schnell zu große Selbstsicherheit bestraft wird, durften die Oldenburger in Göttingen am eigenen Leib spüren. Nach gutem Start in die Partie drohte ihnen im zweiten Viertel das Heft zu entgleiten und Göttingen ging nur mit knappem Rückstand in die Pause. „Im ersten Viertel haben wir gut gegen die Zonenverteidigung agiert, sind dann aber zu zufrieden gewesen und haben angefangen, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Das zweite Viertel war nicht gut und hätte uns fast das Spiel gekostet. Nach der Pause sind wir aber sehr fokussiert wieder aufs Spielfeld gekommen und haben Göttingen in der Defense dominiert und vor allem offensiv sehr, sehr gut agiert. 90 Punkte erzielt man hier in Göttingen auch nicht jeden Tag. Das war schon eine tolle Leistung“, kommentierte Drijencic das Spiel seiner Mannschaft, die auch im 14. Saisonspiel ohne Niederlage blieb. Michael Taylor ragte mit 20 Punkten, 9 Assists und 6 Rebounds aus einer kompakt aufspielenden Mannschaft heraus.
Weniger zufrieden mit dem sportlichen Wochenende konnte NBBL Coach Vangelis Kyritsis sein. Sein Team verlor vor heimischem Publikum gegen Leverkusen mit 59:64 (37:32) und verpasste es damit, die beiden letzten Verfolger um die Playoff-Ränge vorentscheidend abzuschütteln. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, vor allem in der Defense. Nach der Pause lief dann nicht mehr viel für uns zusammen. Wir haben gegen die Zonenverteidigung der Leverkusener kein Mittel gefunden und unsere Angriffe teilweise sehr überhastet abgeschlossen. Mit einer Wurfquote von 35% gewinnt man keine Spiele“, gab ein enttäuschter Kyritsis nach der Partie zu Protokoll. Leverkusen und die Young Dragons Quakenbrück haben noch eine rechnerische Chance, Oldenburg vom letzten Playoff-Platz zu verdrängen. Bei noch drei ausstehenden Partien liegen beide Teams zwei Siege hinter den Oldenburgern, die am nächsten Wochenende die schwere Auswärtsreise zum souveränen Tabellenführer Phoenix Hagen Juniors antreten müssen.
Das JBBL-Team der Baskets Akademie Weser-Ems hatte an diesem Wochenende spielfrei und steckt mitten in den Vorbereitungen auf die Bundesliga-Hauptrunde, die am nächsten Wochenende mit einem Gastspiel bei den Köln 99ers beginnt. Akademie-Leistungsträger Jan Niklas Wimberg war die Woche über mit der deutschen U16-Nationalmannschaft beim Türk Telekom-Turnier in Sakarya aktiv. Die deutsche Mannschaft belegte am Ende einen guten vierten Platz und Wimberg darf sich über ein ausgezeichnetes Turnier freuen, bei dem er sein großes Talent regelmäßig unter Beweis stellte. „Jan-Niklas ist auch in der Nationalmannschaft ein absoluter Leistungsträger. Bei diesem Turnier hat er gezeigt, wie gut er auch auf internationalem Niveau mithalten kann. Wenn er jetzt noch anfängt, auch in der Nationalmannschaft so gut zu punkten wie bei uns in der JBBL, wäre das ein weiterer großer Schritt in seiner Entwicklung“, blickt Coach Mladen Drijencic zufrieden auf die Entwicklung seines Schützlings.
Text: Manuel Siebert, EWE Baskets Oldenburg |