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Fibacup
Thursday, 17 May 2012
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Beim Zielwasser vergriffen
Wednesday, 01 February 2012 11:37    PDF Print E-mail
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„Es gibt Abende, an denen man schlecht trifft – und dann gibt es Abende wie diesen.“ Nahezu verzweifelt lasen sich die Worte von Kenny Hasbrouck nach dem 61:74 der EWE Baskets Oldenburg bei BK Ventspils am Dienstag. Vor nur 650 Zuschauern hatte der US-Amerikaner zehnmal Maß genommen und dabei einen einzigen Wurf im Korb des lettischen Gegners platziert.

Da es zwei seiner Starting Five-Kollegen kaum besser machten – Rickey Paulding verwandelte zwei seiner acht Versuche, Ronnie Burrell zwei von zwölf –, war das Projekt Auswärtssieg bei einem starken Gastgeber zu einer „Mission impossible“ geworden.

„Der Gegner war besser“, gab Adam Chubb zu. Der Center, der mit 18 Punkten und 11 Rebounds sein Soll mehr als erfüllt hatte, sah den Schlüssel zur Niederlage im ersten Viertel: „Wir haben einen starken Start hingelegt“, so der US-Amerikaner, „danach aber wurde unser Spiel schlecht und wir haben es nicht geschafft, wieder zurückzukommen.“ In der Tat vermittelte der 6:1-Auftakt dem Team nicht die nötige Überzeugungskraft, es an diesem Abend schaffen zu können, ganz im Gegenteil rissen die Hausherren das Geschehen entschlossen an sich und legten beim 19:13 den Grundstein für den Erfolg.



Enttäuscht war nach der Schlusssirene auch Geschäftsführer Hermann Schüller, der die Partie in Ventspils live verfolgt hatte. „Die Mannschaft hat heute wirklich ordentlich verteidigt“, berichtete Schüller. „Aber offensiv hatten wir bei einigen Spielern einfach kein Wurfglück. Wenn drei Starter nahezu überhaupt nicht treffen, wird es für jedes Team extrem schwierig, eine Partie auf diesem Niveau zu gewinnen.“ Zudem vermisste Schüller Impulse von der Bank: „Da kam zu wenig, als den Spielern die Chance gegeben wurde.“ Auch Headcoach Predrag Krunic lobte „die gute Verteidigung“, erkannte in den vergebenen Wurfchancen aber genau wie Schüller den Hauptgrund der Niederlage.

Die Ausgangslage in EuroChallenge-Gruppe I ist nun kniffeliger geworden. Die Oldenburger sind aktuell punktgleicher Zweiter mit Ventspils, haben den direkten Vergleich, der in der Endabrechnung zum Tragen kommt, aber verloren. Gegen Roanne (21. Februar, 20 Uhr) und bei ZZ Leiden (28. Februar) müssen nun Siege her, um den Einzug in das Viertelfinale realisieren zu können. Den hat der kommende Baskets-Gegner, die Artland Dragons, derweil schon sicher: Die Quakenbrücker setzten sich am Dienstag daheim gegen Antwerpen durch und qualifizierten sich mit vier Siegen aus vier Last 16-Spielen vorzeitig.

Im Artland erwartet die Oldenburger am Samstag (14.50 Uhr, live bei Sport1) ein schwerer Gang. Der Bezirksrivale legt nicht nur international, sondern auch in der Beko Basketball Bundesliga eine starke Saison auf das Parkett. Seit dieser Woche eröffnen sich Trainer Stefan Koch im ohnehin exquisit besetzten Kader neue Möglichkeiten: Adam Hess erhielt einen deutschen Pass, so dass nun kein ausländischer Akteur mehr aussetzen muss.

Text: Torben Rosenbohm, EWE Baskets Oldenburg