Der Deutsche Basketball-Meister EWE Baskets Oldenburg hat sich mit einer guten Leistung aus der Euroleague-Saison 2009/2010 verabschiedet. Gegen den amtierenden Titelträger Panathinaikos Athen unterlagen die Norddeutschen vor 3637 Zuschauern in der Messehalle mit 64:67 (25:33) und boten vor allem in der zweiten Halbzeit eine Partie auf Augenhöhe. Bester Baskets-Korbschütze war Rickey Paulding mit 19 Punkten, für die Gäste aus Athen erzielte Mike Batiste 21 Zähler. Während die internationale Saison für die EWE Baskets nun beendet ist, geht es national direkt weiter: Am Sonnabend steht ab 19.50 Uhr die Partie bei den Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt an (live im DSF).
Dass die Athener die Partie trotz der bereits feststehenden Qualifikation für die zweite Runde (Top 16) mit höchster Intensität angingen, war rasch zu spüren. Gäste-Trainer Zeljko Obradovic, einer der erfolgreichsten Coaches in Europa, beorderte trotz schneller Führung (8:2, 4. Minute) immer wieder Spieler seines Kaders an die Seitenlinie, um ihnen gestenreich Versäumnisse auf dem Spielfeld aufzuzeigen. Dabei lief es für Panathinaikos im Auftakt-Viertel sehr gut; vor allem Batiste stellte die Defensive der Huntestädter zuweilen vor unlösbare Probleme und sorgte unter dem Korb für Aufsehen. Das 20:10 für Athen nach dem ersten Viertel machte nicht übermäßig viel Hoffnung auf eine offene Partie.
Die Oldenburger aber blieben im zweiten Viertel dran, während Athen unerwartete Nervositäten zeigte. So kassierte Sarunas Jasekivicius ein technisches Foul und stand angesichts nicht enden wollender Schimpftiraden kurz vor der Disqualifikation. Noch waren die Baskets nicht in der Lage, von den Schwächen der Gäste zu profitieren, und lagen zur Halbzeit mit 25:33 zurück.
Das änderte sich in Viertel Nummer drei. Die EWE Baskets kämpften sich nach Auftaktproblemen Punkt um Punkt ran, ließen sich auch vom frühen 26:39 (22.) nicht irritieren und waren in Minute 25 endlich in Schlagdistanz: Das 37:41 weckte auch das Publikum endgültig, das nun ein wenig Arena-Atmosphäre in der Messehalle verbreitete. Beim 49:50 ertönte schließlich die Viertelsirene. Es kam noch besser: Josh Carter erzielte per Dreier die erste Oldenburger Führung (52:50, 31.) und blieb bis zur 37. Minute ein absolut gleichwertiger Gegner (60:60).
Die ersten Punkte von Jasikevicius zum 67:62 (39.) sorgten aber für die Entscheidung, ein letzter Korbleger von Ruben Boumtje Boumtje beendete Spiel und Saison für die EWE Baskets Oldenburg. „Ich hatte das ganze Spiel das Gefühl, dass wir es schaffen können“, blickte Marko Scekic zurück, „leider haben uns am Ende ein oder zwei Ballverluste das Genick gebrochen.“
Text: Torben Rosenbohm, EWE Baskets Oldenburg